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Eigene Kosmetikmarke. Warum die Produktionsskala keine Markteintrittsbarriere mehr darstellt?
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Eigene Kosmetikmarke. Warum die Produktionsskala keine Markteintrittsbarriere mehr darstellt?

Eine eigene Kosmetikmarke wurde jahrelang mit hohen finanziellen Aufwendungen, hohen Mindestproduktionsmengen und der Notwendigkeit assoziiert, bereits zu Beginn Tausende von Produkten zu bestellen. Für viele Unternehmer, Kosmetiker oder Inhaber von Kosmetikstudios war das eines der größten Hindernisse bei der Umsetzung eines eigenen Projekts.

Heute sieht die Situation anders aus. Die Entwicklung des Private-Label- und Lohnfertigungsmarktes hat den Einstieg in den Kosmetikmarkt deutlich zugänglicher gemacht. Immer mehr Hersteller bieten die Möglichkeit, die Zusammenarbeit mit kleineren Produktionschargen zu beginnen, sodass die Gründung einer eigenen Marke kein großes Kapital mehr zu Beginn der Tätigkeit binden muss.

Warum weckt die Produktionsskala so viele Bedenken?

Personen, die die Gründung einer eigenen Kosmetikmarke planen, gehen oft davon aus, dass die erste Produktion mehrere oder sogar über zehntausend Stück eines Produkts umfassen muss.

Ein solcher Ansatz resultiert unter anderem aus Erfahrungen anderer Branchen, in denen niedrige Stückkosten nur bei großen Volumina erreicht werden. Infolgedessen kommen viele interessante Projekte nie über die Ideenphase hinaus, da ihre Urheber das finanzielle Risiko der ersten Bestellung fürchten.

In der Praxis besteht die größte Herausforderung zu Beginn jedoch nicht darin, möglichst viele Produkte herzustellen, sondern zu prüfen, ob das Produkt tatsächlich den Bedürfnissen des Marktes entspricht.

Kleinere Erstproduktion bedeutet mehr Flexibilität

In den letzten Jahren hat sich nicht nur die Art der Kosmetikproduktion verändert, sondern auch die Art und Weise, wie Marken aufgebaut werden.

Immer mehr neue Brands starten mit einem einzigen Produkt oder einer kleinen Kosmetiklinie. Das ermöglicht es, sich auf die Verfeinerung der Rezeptur, die Markenkommunikation und das Kennenlernen der Kundenerwartungen zu konzentrieren.

Eine kleinere Produktionscharge bietet außerdem die Möglichkeit:

  • das finanzielle Risiko zu begrenzen,
  • übermäßige Lagerbestände zu vermeiden,
  • schneller auf die Bedürfnisse des Marktes zu reagieren,
  • verschiedene Produktkonzepte zu testen,
  • die Marke Schritt für Schritt aufzubauen.

Das ist besonders wichtig für Unternehmen, die gerade erst ihre Tätigkeit aufnehmen oder ihr bisheriges Angebot um eigene Kosmetikprodukte erweitern möchten.

Sind 30 kg viel oder wenig?

In der Praxis sagt die Anzahl der Kilogramm eines Produkts Personen außerhalb der Kosmetikbranche wenig.

Deshalb lohnt es sich, das aus der Perspektive der fertigen Produkte zu betrachten.

Eine Charge von 30 kg kann etwa bedeuten:

  • 600 Cremes mit 50 ml Inhalt,
  • 1000 Stück Serum mit 30 ml Inhalt.

Für viele neue Marken ist das eine ausreichende Menge, um den Verkauf zu starten, erste Marketingmaßnahmen durchzuführen und Kundenfeedback zu sammeln.

Gleichzeitig ist das kein Volumen, das große Lagerflächen oder sehr hohe finanzielle Aufwendungen erfordert.

Wie starten Kosmetikmarken?

Entgegen der landläufigen Meinung haben viele bekannte Kosmetikmarken ihre Tätigkeit nicht mit einem breiten Produktportfolio begonnen.

Oft war der Ausgangspunkt ein einziges Kosmetikprodukt, das ein konkretes Problem oder Bedürfnis der Verbraucher löste.

Erst nachdem die ersten Kunden gewonnen und das Marktpotenzial verifiziert waren, erweiterten die Marken ihr Angebot um weitere Produkte.

Ein solcher Ansatz ermöglicht ein besseres Budgetmanagement, reduziert Risiken und ermöglicht einen bewussteren Markenaufbau.

Für wen ist eine eigene Kosmetikmarke eine gute Richtung?

Noch vor wenigen Jahren wurden eigene Kosmetikprodukte hauptsächlich mit großen Kosmetikunternehmen assoziiert.

Heute entwickeln eigene Marken:

  • Kosmetiker,
  • Inhaber von Kosmetikstudios,
  • Kliniken für ästhetische Medizin,
  • Beauty-Experten,
  • Influencer,
  • Unternehmen aus der Gesundheits- und Wellnessbranche,
  • Unternehmer auf der Suche nach neuen Entwicklungsrichtungen.

Dank kleinerer Mindestproduktionsmengen wird die Entwicklung eines eigenen Produkts einem viel breiteren Kreis von Unternehmern zugänglich als noch vor einigen Jahren.

Von der Idee zum Produkt

Eine niedrige Mindestproduktionsgröße bedeutet keine Kompromisse bei der Qualität oder Sicherheit des Produkts.

Weiterhin entscheidend sind:

  • eine angemessen entwickelte Rezeptur,
  • die Auswahl der Inhaltsstoffe,
  • die Übereinstimmung mit regulatorischen Anforderungen,
  • Studien und Dokumentation,
  • eine passend gestaltete Verpackung,
  • eine konsistente Markenstrategie.

Genau diese Elemente haben den größten Einfluss auf den späteren Erfolg des Produkts auf dem Markt.

Zusammenfassung

Die Produktionsskala stellt immer seltener die Hauptbarriere für den Eintritt in den Kosmetikmarkt dar. Dank der Möglichkeit, mit kleineren Chargen zu beginnen, können Unternehmer das Potenzial ihrer Idee überprüfen, ohne ein hohes finanzielles Risiko einzugehen.

Für viele Marken bedeutet der erste Schritt nicht mehr Tausende von Produkten im Lager. Immer häufiger bedeutet er die Entwicklung eines einzigen, gut ausgearbeiteten Kosmetikprodukts, das reale Kundenbedürfnisse erfüllt und das Fundament für die weitere Markenentwicklung bildet.

Wenn Sie die Entwicklung Ihrer eigenen Kosmetikmarke planen, kontaktieren Sie unser Team. Wir helfen Ihnen gerne dabei, Ihre Idee in ein fertiges Produkt umzusetzen und die Produktionsskala an die Bedürfnisse Ihres Projekts anzupassen.

Haben Sie Fragen? Unser F&E-Team hilft gerne weiter.

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