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Neue EU-Verpackungsvorschriften und die Kosmetikindustrie – was ändert die PPWR?
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Neue EU-Verpackungsvorschriften und die Kosmetikindustrie – was ändert die PPWR?

Die Kosmetikindustrie in Europa steht vor bedeutenden Veränderungen bei der Gestaltung und Nutzung von Verpackungen. Die neue EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR), die von den Mitgliedstaaten angenommen wurde, führt eine Reihe von Anforderungen ein, die beeinflussen werden, wie Kosmetikmarken ihre Produkte gestalten. Diese Verordnung ersetzt die seit 1994 geltende Richtlinie 94/62/EG und passt die Vorschriften an die aktuellen Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft und der Abfallminimierung an.

🔹Die wichtigsten Änderungen durch die PPWR 🔹

1. Recyclingpflicht und recyclinggerechtes Design

Ab 2030 müssen alle kosmetischen Verpackungen harmonisierte Recyclingkriterien erfüllen, und ab 2035 zusätzlich die Anforderungen an ein recyclinggerechtes Design. Das bedeutet, dass klare Richtlinien für die Materialzusammensetzung von Verpackungen und deren Recyclingfähigkeit eingeführt werden müssen.

2. Verwendung von Rezyklaten in Verpackungen

Die PPWR verpflichtet zur Verwendung von recycelten Materialien bei der Verpackungsherstellung. Kosmetika wurden als „sensible" Produkte eingestuft, was bedeutet, dass für sie etwas weniger strenge Anforderungen an den Rezyklatanteil gelten. Dies ergibt sich aus der Notwendigkeit, höchste Sicherheitsstandards einzuhalten, sowie aus der begrenzten Verfügbarkeit hochreiner Rezyklate.

3. Verpackungsminimierung und Prozessdokumentation

Die Kosmetikindustrie muss nachweisen, dass die verwendeten Verpackungen notwendig und im Hinblick auf den Materialverbrauch optimiert sind. Unternehmen werden verpflichtet, zu dokumentieren, dass sie ihre Verpackungen gemäß den festgelegten Kriterien minimieren.

4. Neue Verpackungskennzeichnung

Jede kosmetische Verpackung muss verpflichtende Kennzeichnungen enthalten, die über die Art der Entsorgung/Sortierung und die Möglichkeiten der Wiederverwendung informieren. Die Vereinheitlichung dieser Kennzeichnungen auf EU-Ebene wird es den Verbrauchern erleichtern, verantwortungsbewusst mit Abfällen umzugehen.

5. Einschränkung bestimmter Verpackungsformate

Die PPWR führt Einschränkungen für bestimmte Verpackungsarten ein, darunter Mini-Kosmetikprodukte für Hotels. Ab 2030 werden solche Produkte vom Markt genommen, was die Hotelbranche zwingt, nachhaltigere Lösungen einzuführen.

6. Wiederverwendung von Sammel- und Transportverpackungen

Kosmetikunternehmen werden verpflichtet sein, wiederverwendbare Sammel- und Transportverpackungen einzusetzen, was sich auf die Lieferkette und die Logistik auswirken wird.

7. Einschränkungen für biologisch abbaubare und kompostierbare Verpackungen

Die PPWR führt Einschränkungen für die Verwendung biologisch abbaubarer und kompostierbarer Verpackungen ein, was sich auf die Strategien von Unternehmen auswirken kann, die solche Materialien einsetzen möchten.

🔹Die PPWR und die Ziele der nachhaltigen Entwicklung 🔹

Die neuen Vorschriften fügen sich in die umfassende EU-Strategie für die Kreislaufwirtschaft und die Emissionsreduzierung ein. Zu den wichtigsten Zielen gehören:

🔹Erhöhung der Sammelquote von Einwegverpackungen – bis 2029 sollen 90 % der Kunststoff- und Metallgetränkebehälter separat gesammelt werden, z. B. über Pfandsysteme.

🔹Verringerung der Menge an Verpackungsabfällen – bis 2030 soll die Abfallmenge pro EU-Einwohner im Vergleich zu 2018 um 5 % sinken, bis 2035 um 10 % und bis 2040 um 15 %.

🔹Wie sollte sich die Kosmetikindustrie vorbereiten? 🔹

Der Polnische Verband der Kosmetikindustrie (PZPK) hat sich aktiv an den Arbeiten zur PPWR beteiligt und sich für branchenfreundliche Übergangsfristen eingesetzt. Zu den wichtigsten Herausforderungen für Kosmetikhersteller gehören:

🔹Anpassung der Verpackungsgestaltung an die neuen Recyclingkriterien.

🔹Sicherstellung des Zugangs zu hochwertigen Rezyklaten, was für „sensible" Kosmetikprodukte eine Herausforderung darstellt.

🔹Entwicklung einer Kennzeichnungsstrategie auf Basis der EU-Standards.

🔹Minimierung und Optimierung von Verpackungen gemäß den neuen Anforderungen.

Die PPWR zwingt die Kosmetikindustrie zu Veränderungen, die Innovationen erfordern, eröffnet ihr aber gleichzeitig die Chance, ökologischere und effizientere Lösungen im Bereich Verpackungen einzuführen.

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