Noch vor wenigen Jahren war das Hautmikrobiom vor allem eine wissenschaftliche Kuriosität und ein angesagtes Marketing-Schlagwort. Heute zeigt sich immer deutlicher, dass es zu einem realen Bezugspunkt bei der Entwicklung moderner Kosmetik wird. Die Haut wird nicht mehr nur als eine Oberfläche betrachtet, die gereinigt werden muss – sie ist ein komplexes, lebendiges Ökosystem, in dem Mikroorganismen wichtige Schutz- und Regulationsfunktionen übernehmen.
Die Mikroflora der Haut trägt zur Bildung der epidermalen Barriere bei und beeinflusst den Feuchtigkeitsgehalt, die Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Einflüssen sowie das allgemeine Hautgefühl. Wird dieses Gleichgewicht gestört – etwa durch aggressive Tenside, ein falsches pH-Niveau oder eine übermäßige antibakterielle Wirkung –, wird die Haut anfälliger für Trockenheit, Überreaktivität und Reizungen. Deshalb entfernt sich die moderne Kosmetik zunehmend von der „Sterilität" zugunsten eines biologischen Gleichgewichts.
Was sind mikrobiom-freundliche Inhaltsstoffe wirklich?
Mit dem wachsenden Wissen über das Mikrobiom entstand der Begriff der mikrobiom-freundlichen Inhaltsstoffe. Er bezeichnet keinen einzelnen konkreten Rohstoff, sondern eine ganze Gruppe von Lösungen, deren Ziel es ist, das natürliche Milieu der Haut zu unterstützen, statt es zu stören.
Zu den am häufigsten eingesetzten Inhaltsstoffen dieser Art gehören:
Präbiotika
Substanzen wie Inulin oder Oligosaccharide, die als „Nahrung" für nützliche Mikroorganismen dienen. Sie fördern die Entwicklung der kommensalen Mikroflora und können gleichzeitig den Feuchtigkeitsgehalt der Haut verbessern.
Fermentationsprodukte und Postbiotika
Sie werden wegen ihrer Stabilität sowie ihrer milden, gut vorhersehbaren Wirkung eingesetzt. Sie werden selbst von empfindlicher Haut gut vertragen und unterstützen gleichzeitig die Funktionen der Hautbarriere.
Biofermente und Lysate
Sie verbinden biologische Aktivität mit einer hohen Hautverträglichkeit. Ihr Vorteil besteht darin, dass sie fertige, im Fermentationsprozess entstandene Metaboliten liefern, was ihre Bioverfügbarkeit erhöht.
Mikrobiom-freundlich bedeutet mehr als ein einzelner Inhaltsstoff
In der praktischen Formulierungsarbeit bedeutet „mikrobiom-freundlich" nicht, einfach einen angesagten Rohstoff zur Rezeptur hinzuzufügen. Es handelt sich um einen ganzheitlichen Ansatz bei der Produktentwicklung, der Folgendes umfasst:
- die Einhaltung eines geeigneten pH-Werts, der dem natürlichen Säureschutzmantel der Haut entspricht,
- den Einsatz milder Reinigungssysteme,
- eine gut durchdachte Konservierung,
- Inhaltsstoffe, die die Hautbarriere und das Anwendungsgefühl unterstützen.
Erst ein solch ganzheitlicher Ansatz sorgt dafür, dass ein Kosmetikprodukt nicht nur die Anforderungen an Sicherheit und Stabilität erfüllt, sondern auch biologisch mit dem Ökosystem der Haut kompatibel ist.
Eine neue Dimension der Qualität in der Kosmetik
Das Mikrobiom ist längst kein Trend mehr – es wird zu einer neuen Dimension der Produktqualität. Neben Wirksamkeit, Sicherheit und Sensorik stellt sich die Frage:** wie wirkt sich ein bestimmtes Kosmetikprodukt auf das natürliche Gleichgewicht der Haut aus?**
Genau in der F&E- und Produktionsphase fallen die Entscheidungen, die einen realen Einfluss auf die spätere Erfahrung des Endnutzers haben. Die Auswahl der Rohstoffe, der Aufbau der Formulierung und die Kontrolle der technologischen Parameter entscheiden darüber, ob ein Produkt die Haut unterstützt oder belastet.
Wir wissen, dass die Haut ein lebendiges Ökosystem ist – deshalb entwickeln wir bei MG Evolution® sichere und wirksame Kosmetik, die im Hinblick auf das natürliche Gleichgewicht ihres Mikrobioms konzipiert ist.
Möchten Sie ein Produkt im Sinne von „mikrobiom-friendly" entwickeln? Lassen Sie uns über Ihre Formulierung sprechen.
