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Creme, Stick, Mist oder Balm? Hinter jeder Kosmetikform steckt eine andere Technologie
Produktion

Creme, Stick, Mist oder Balm? Hinter jeder Kosmetikform steckt eine andere Technologie

Die Form eines Kosmetikprodukts ist weit mehr als seine Textur, die Art der Anwendung oder die Verpackung. Es handelt sich um eine der Entscheidungen, die den gesamten Produktentwicklungsprozess beeinflusst – von der Formulierungsgestaltung über die Auswahl der Rohstoffe und technologischen Parameter bis hin zu Prüfungen, Abfüllung und dem finalen Erlebnis der Konsumentinnen und Konsumenten.

Deshalb sollte die Entscheidung zwischen Creme, leichter Emulsion, Mist, Stick oder Balm bereits in einer frühen Phase der Produktentwicklung getroffen werden.

Die Form des Kosmetikprodukts beginnt in der F&E

Jede Produktform stellt den Technologen vor andere Anforderungen.

Bei leichten Emulsionen besteht eine der zentralen Herausforderungen darin, eine angemessene Stabilität bei gleichzeitig niedriger Viskosität der Formulierung zu gewährleisten. Das Produkt muss homogen und stabil bleiben und dabei die erwartete Leichtigkeit sowie einen angenehmen Auftrag bieten.

Bei der Entwicklung von Sticks sind unter anderem die Struktur der Formulierung, die Härte, die thermische Stabilität, das Gleitverhalten sowie ein gleichmäßiger Produkttransfer auf die Haut entscheidend. Ein Stick muss seine Form während Lagerung und Anwendung beibehalten und gleichzeitig das Produkt beim Auftragen angemessen abgeben.

Andere Anforderungen gelten für Mists und Sprays. Hier spielen nicht nur die Eigenschaften der Formulierung selbst eine Rolle, sondern auch ihr Zusammenspiel mit dem Dosiersystem. Viskosität, Sprühparameter und die Kompatibilität mit der Pumpe beeinflussen die Anwendung und das Nutzererlebnis.

Nochmals anders werden Balms und transformierende Formulierungen wie Balm-to-Oil konzipiert. Hier ist die richtig gestaltete Struktur nicht nur für die Produktstabilität verantwortlich, sondern auch für die charakteristische Texturveränderung beim Kontakt mit der Haut.

Ein Bedürfnis, verschiedene technologische Lösungen

Ein und dasselbe Bedürfnis der Konsumentinnen und Konsumenten kann in mehrere völlig unterschiedliche Produktkonzepte übersetzt werden.

Ein Pflegeprodukt kann die Form einer klassischen Creme, einer leichten Emulsion, eines Serums, eines Gels, eines Mists oder eines Sticks annehmen. Jede dieser Lösungen kann eine ähnliche Wirkrichtung bieten, doch der Weg zu den gewünschten Formulierungseigenschaften ist jeweils ein anderer.

Die Form beeinflusst unter anderem:

  • die Auswahl der Rohstoffe und den Aufbau der Formulierung
  • die Stabilität und Konsistenz des Produkts
  • die Parameter des technologischen Prozesses
  • die Sensorik und die Art der Verteilung auf der Haut
  • die Dosierung und Anwendung
  • die Kompatibilität der Formulierung mit der Verpackung
  • den Umfang der Prüfungen des fertigen Produkts

Deshalb lässt sich eine bestehende Formulierung nicht immer einfach von einem Format in ein anderes übertragen. Eine Änderung des Produktkonzepts kann bedeuten, dass Zusammensetzung, Struktur und technologischer Prozess erneut überprüft werden müssen.

SPF zeigt die Bedeutung der Produktform besonders deutlich

Eines der besten Beispiele sind Sonnenschutzkosmetika.

Ein hoher Sonnenschutz kann in Form einer Creme, einer leichten Emulsion, eines Sticks oder eines Sprays angeboten werden. Das bedeutet jedoch nicht dieselbe Rezeptur in mehreren unterschiedlichen Verpackungen.

Je nach Form ändern sich die Anforderungen an die Struktur der Formulierung, die Anwendungseigenschaften, den technologischen Prozess sowie die Art und Weise, wie die richtige Produktmenge auf die Haut aufgebracht wird.

Bei einer leichten Emulsion kann die Herausforderung darin bestehen, ein hohes Schutzniveau mit einer leichten Textur und einer angenehmen Sensorik zu verbinden. Ein Stick benötigt eine geeignete Struktur und einen guten Produkttransfer auf die Haut. Beim Spray gewinnen die Sprüheigenschaften und eine gleichmäßige Anwendung besondere Bedeutung.

Jedes dieser Formate kann daher einen anderen Ansatz bei Formulierung, Prozess und Anwendung erfordern sowie einen entsprechenden Prüfumfang für das fertige Produkt.

Verpackung und Formulierung müssen ein System bilden

Die Gestaltung der Kosmetikform endet jedoch nicht bei der Rezeptur selbst.

Die Formulierung muss mit der Verpackung und dem Dosiersystem kompatibel sein. Ein Produkt mit einer bestimmten Viskosität kann gut mit einem Pumpsystem funktionieren und mit einem anderen nicht. Eine für einen Mist bestimmte Formulierung muss die gewünschte Zerstäubung ermöglichen. Bei einem Stick muss der Verpackungsmechanismus selbst mit der Struktur des Produkts zusammenwirken.

Deshalb lohnt es sich, Entscheidungen zu Formulierung und Verpackung parallel zu treffen, anstatt das Packaging als letzte Phase des Projekts zu behandeln.

Auch die Sensorik ist Teil der Technologie

Ein modernes Kosmetikprodukt soll nicht nur wirken. Zunehmend wichtig ist auch, wie es sich beim Auftragen verhält.

Leichtigkeit, Einziehgeschwindigkeit, Gleitverhalten, leichte Verteilbarkeit, der hinterlassene Film oder die Texturveränderung beeinflussen, wie das Produkt von den Konsumentinnen und Konsumenten wahrgenommen wird.

Genau deshalb können zwei Formulierungen, die ein ähnliches Pflegebedürfnis erfüllen sollen, ein völlig unterschiedliches Erlebnis bieten.

Die Form wird damit zu einem Element, das das gesamte Produktkonzept mitgestaltet – von der Technologie bis zu der Art, wie die Konsumentinnen und Konsumenten das Produkt tagtäglich nutzen.

Die Form des Kosmetikprodukts ist einer der Ausgangspunkte

Die Entwicklung eines Kosmetikprodukts sollte nicht ausschließlich bei der Liste der Wirkstoffe oder den gewünschten Claims beginnen.

Ebenso wichtig sind folgende Fragen:

Wie werden die Konsumentinnen und Konsumenten das Produkt anwenden? Welche Konsistenz wird erwartet? Wie soll das Produkt aufgetragen werden? In welcher Verpackung soll es angeboten werden? Welches Erlebnis soll es bieten?

Die Antworten darauf beeinflussen die weitere Arbeit der Technologen und ermöglichen es, die Formulierung als stimmiges Produkt zu gestalten – nicht nur als Rezeptur.

F&E bei MG Evolution®

Bei MG Evolution® entwickeln unsere F&E-Spezialisten Formulierungen in unterschiedlichen Formen und Texturen und berücksichtigen dabei deren Wirkung, sensorische Eigenschaften, Anwendungsart, technologischen Prozess sowie die vorgesehene Verpackung.

Von leichten Emulsionen und Seren über Cremes, Gele und Mists bis hin zu Balms, Sticks und anspruchsvolleren Texturen – die Wahl der passenden Form ist Teil des Produktentwicklungsprozesses.

Denn die Form eines Kosmetikprodukts entsteht nicht am Ende des Prozesses. Sie ist einer seiner Ausgangspunkte.

Planen Sie ein neues Produkt? Kontaktieren Sie uns und lassen Sie uns über die Entwicklungsmöglichkeiten sprechen.

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