Werden sich die Polen davon überzeugen lassen, Kosmetik ohne Verpackung zu kaufen? Dieser Trend gewinnt weltweit an Popularität, und immer mehr Kosmetikunternehmen bewegen sich in Richtung umweltfreundlicherer Lösungen. Wird Kosmetik ohne Verpackung zum Alltag?
🔹 Der Trend „ohne Verpackung“ – längst nicht mehr nur bei Lebensmitteln 🔹
Der Verkauf unverpackter Produkte gewinnt an Popularität. Unternehmen aus verschiedenen Branchen, darunter Drogerien und Supermärkte, beginnen, Produkte lose zum Abwiegen anzubieten – ein Schritt hin zur Reduzierung von Plastik und Einwegverpackungen. Dieser Ansatz verringert nicht nur die Abfallmenge, sondern kann auch zu bedeutenden Umsätzen im Einzelhandel beitragen.
🔹 Logistik und unverpackte Produkte 🔹
Der Übergang zum verpackungsfreien Verkauf erfordert passende logistische Lösungen. Das Unternehmen FM Logistic führte in Frankreich ein Pilotprojekt in diesem Bereich durch, um die Auswirkungen dieses Modells auf die Lieferkette zu verstehen. Die Ergebnisse zeigen, dass ökologische Vorteile erzielt werden können, wenn die Lieferkette nachhaltig gestaltet und auf das jeweilige Produkt abgestimmt ist.
🔹 Ökonomie und Ökologie 🔹
Die Analyse des Pilotberichts von FM Logistic zeigte eine deutliche Reduzierung der Verpackungskosten bei wiederverwendbaren Kunststoffbehältern sowie bei Kartonverpackungen mit einem Fassungsvermögen von bis zu 20 kg. Obwohl Kartonverpackungen zunächst günstiger erscheinen, sind Kunststoffbehälter langfristig wirtschaftlicher – eine Herausforderung für Hersteller im Bereich der Nachhaltigkeit.
🔹 Kosmetik ohne Verpackung – Realität oder Herausforderung? 🔹
Viele Verbraucher verbinden mit Kosmetik ohne Verpackung das Unternehmen LUSH. Dabei handelt es sich um handgefertigte britische Kosmetik im Sinne von Zero Waste, die ohne Verpackung verkauft wird. Ein weiteres Beispiel ist das Unternehmen Weleda, das 2021 in einer Kette deutscher Supermärkte ein Pilotprogramm zum Abfüllen von Kosmetik in eigene Behälter durchführte. Auch der heimische Markt kann in diesem Bereich Erfolge vorweisen: Pollena Ewa setzt seit Jahren die Grundsätze einer Less-Waste-Strategie um und verkauft in ihren Firmengeschäften in Łódź und Zelów Flüssigseifen und Waschmittel lose zum Abwiegen. Eine echte Revolution auf dem polnischen Markt löste die Marke Yope aus, die bereits 2018 eine Refill-Option in ihrer Warschauer Boutique einführte. Heute bietet das Unternehmen Refill-Stationen in mehreren Dutzend Städten in Polen an.
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Kosmetik ohne Verpackung kann dazu beitragen, die Menge an Plastik zu reduzieren, aber auch erhebliche Kosteneinsparungen bringen und die Umweltqualität verbessern. Um vollen Erfolg zu erzielen, bedarf es jedoch des Engagements der gesamten Kosmetikbranche sowie der Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Vertreibern und Verbrauchern. Eine gesonderte Frage ist die Anpassung der Produktion von Kosmetik in Mehrwegverpackungen an die neue PPWR-Verordnung, die der Branche neue Anforderungen in Bezug auf ökologisches Design, Recycling, Verpackungskennzeichnung und die Führung entsprechender Dokumentation auferlegt.
