Peptide. Ceramide. Ectoin. Niacinamid. Fermente.
Wirkstoffe sind ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung kosmetischer Produkte und bilden häufig eine der Grundlagen eines Produktkonzepts. Sie können gezielt auf bestimmte Hautbedürfnisse ausgerichtet werden, die Positionierung eines Produkts unterstützen und eine wichtige Rolle in der Produktkommunikation spielen.
Die bloße Präsenz eines bekannten Wirkstoffs in der INCI-Liste bestimmt jedoch noch nicht die Eigenschaften oder die Wirksamkeit des fertigen Kosmetikprodukts.
Zwischen der Auswahl eines Wirkstoffs und der Entwicklung eines Produkts, dessen Wirkung verantwortungsvoll kommuniziert werden kann, liegt eine der wichtigsten Phasen der Produktentwicklung: die Entwicklung der gesamten Formulierung und ihre angemessene Verifizierung.
Wirkstoffe entfalten ihre Funktion in einem bestimmten Formulierungsumfeld
In der Forschung und Entwicklung wird ein Wirkstoff nicht isoliert von der übrigen Formulierung betrachtet.
Seine Form und Eigenschaften, Stabilität, der erforderliche pH-Wert, die Verarbeitungstemperatur, Löslichkeit sowie die Kompatibilität mit anderen Bestandteilen der Formulierung spielen eine wichtige Rolle.
Ebenso entscheidend ist der Herstellungsprozess selbst.
Die Reihenfolge, in der Rohstoffe hinzugefügt werden, die Temperaturen in den einzelnen Prozessschritten, Mischdauer und -verfahren sowie die Homogenisierung können die finalen Eigenschaften des Produkts beeinflussen.
Deshalb müssen zwei Formulierungen mit ähnlichen Wirkstoffen nicht zwangsläufig identische Eigenschaften oder Wirkungen aufweisen.
Entscheidend ist das gesamte System, in dem ein Wirkstoff eingesetzt wird.
Rohstoffdaten sind der Ausgangspunkt
Bei der Entwicklung eines Kosmetikprodukts sind die von Rohstoffherstellern bereitgestellten Daten eine wichtige Wissensquelle. Dazu können Informationen über Eigenschaften und Wirkmechanismen, empfohlene Formulierungsbedingungen sowie Ergebnisse verfügbarer Studien gehören.
Diese Informationen sind für die Forschung und Entwicklung von großer Bedeutung, sollten jedoch nicht automatisch als Nachweis für die Eigenschaften des fertigen Produkts betrachtet werden.
Wurde eine bestimmte Wirkung für einen konkreten Rohstoff nachgewiesen, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass jedes Kosmetikprodukt, das diesen Wirkstoff enthält, exakt dieselbe Wirkung erzielt.
Eine fertige Formulierung ist ein wesentlich komplexeres System.
Deshalb sollte die Frage bei der Produktentwicklung nicht nur lauten:
„Welchen Wirkstoff möchten wir einsetzen?“
Ebenso wichtig ist die Frage:
„Welche Wirkung möchten wir erzielen und wie können wir eine Formulierung entwickeln, die das Potenzial der ausgewählten Wirkstoffe optimal nutzt?“
Von der Formulierung zum Claim
Im nächsten Schritt wird festgelegt, welche Aussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern kommuniziert werden können.
Ein kosmetischer Claim sollte nicht allein auf der Präsenz eines bekannten Wirkstoffs in der INCI-Liste beruhen. Er sollte durch geeignete und überprüfbare Nachweise gestützt werden, die für die ausgelobte Wirkung relevant sind.
Deshalb ist es wichtig, bei der Entwicklung einer Formulierung nicht nur ihre Zusammensetzung zu berücksichtigen, sondern auch die geplanten Claims und die Art ihrer Belegbarkeit.
Je nach Produkt und geplanter Kommunikation können beispielsweise Anwendungstests, instrumentelle Untersuchungen, dermatologische Tests oder andere geeignete Bewertungsmethoden eingesetzt werden.
Dies verändert die Perspektive auf den Entwicklungsprozess.
Tests sollten nicht lediglich als letzter Punkt auf einer Checkliste vor der Markteinführung betrachtet werden. Die Strategie zur Belegung der Produktwirkung sollte bereits in der Phase der Produktentwicklung berücksichtigt werden.
Wenn eine bestimmte Wirkung kommuniziert werden soll, sollte daher frühzeitig festgelegt werden, wie diese überprüft und belegt werden kann.
Auch die Verpackung ist Teil der Produktentwicklung
Auch die Verpackung kann dazu beitragen, dass eine Formulierung ihre Eigenschaften über die vorgesehene Nutzungsdauer beibehält.
Der Kontakt mit Licht und Luft, das Dosiersystem, die Kompatibilität zwischen Verpackungsmaterial und kosmetischer Formulierung sowie die Art der Anwendung können Stabilität und Qualität des Produkts beeinflussen.
Deshalb endet die Entwicklung eines Kosmetikprodukts nicht mit der Freigabe der Formulierung.
Formulierung, Herstellungsprozess, Verpackung, Tests und geplante Kommunikation sollten als miteinander verbundene Elemente eines gemeinsamen Produktentwicklungsprozesses betrachtet werden.
Entscheidend ist letztlich das fertige Produkt
Verbraucherinnen und Verbraucher verwenden kein einzelnes Peptid, Ceramid oder einen einzelnen Extrakt.
Sie verwenden ein fertiges Kosmetikprodukt.
Seine Eigenschaften, Stabilität, Sicherheit, Anwendungserlebnis und belegte Wirkung prägen das Produkterlebnis.
Bei MG Evolution® betrachten wir die Produktentwicklung deshalb aus einer umfassenderen Perspektive als ausschließlich über die Liste der Inhaltsstoffe.
Wir verbinden Forschung und Entwicklung, Rohstoffauswahl, Formulierungsentwicklung, Tests, Dokumentation, Verpackungsauswahl und Produktion, um Kosmetikprodukte zu entwickeln, die auf konkrete Produkt- und Kommunikationsziele abgestimmt sind.
Entwickeln und produzieren Sie mit MG Evolution® Kosmetikprodukte, die auf eine definierte Wirkung ausgerichtet und durch entsprechend ausgewählte Tests belegt sind.
