Dermatologische Tests von Kosmetika – Standard oder überflüssige Prozedur?
Das derzeit geltende Kosmetikrecht schreibt Kosmetikherstellern keine unbedingte Pflicht zur Durchführung dermatologischer Tests vor. Diese Entscheidung ist freiwillig oder wird durch die Empfehlungen des Safety Assessors bestimmt.
Bei MG Evolution besteht für uns kein Zweifel daran, dass dermatologische Tests ein unverzichtbares Element sind, das die Markteinführung geprüfter, sicherer und wirksamer Kosmetikprodukte ermöglicht.
Um reizende und sensibilisierende Eigenschaften der im Kosmetikum enthaltenen Substanzen auszuschließen, wird es folgenden diagnostischen Tests unterzogen:
🔹ROAT-Test,
🔹 Patch-Tests (epikutane Hautpflastertests).
ROAT-Test
Der Test der wiederholten offenen Anwendung (Repeated Open Application Test – ROAT) beruht auf einer kurzzeitigen Exposition der Haut gegenüber dem untersuchten Produkt, ohne Okklusion, mit festgelegter Häufigkeit. Es gibt viele Verfahren und Schemata, bei denen offene Tests zur Bewertung der reizenden Wirkung eingesetzt werden. Der ROAT-Test besteht darin, dass ein Allergen 14 Tage lang täglich auf die Haut des Patienten aufgetragen wird. Der Test soll bewerten, ob eine Substanz mit nicht vollständig bekannter Zusammensetzung für eine allergische Reaktion verantwortlich ist. In der Regel wird für die Auftragung der untersuchten Substanz ein Hautbereich in der Ellenbeuge ausgewählt.
Patch-Test
Untersuchungen eines bestimmten Präparats werden mittels Kontakttest durchgeführt, wobei Kontakttests, auch Patch-Tests genannt, weit verbreitet zur Erkennung von Kontaktallergien eingesetzt werden. Dabei wird das potenzielle Allergen auf die Haut der getesteten Person aufgetragen, meist auf den Rücken. Die Ablesung der Ergebnisse erfolgt nach einer bestimmten Zeit oder Zeitfolge, um genau zu prüfen, ob und wann eine allergische Reaktion aufgetreten ist. Eine Allergie kann die ersten positiven Symptome erst 24 Stunden nach der Anwendung zeigen. Deshalb ist eine kontinuierliche Beobachtung wichtig. Die Reaktion der getesteten Person hängt vom Grad der Sensibilisierung und den an der Reaktion beteiligten immunologischen Faktoren ab.
Dank durchgeführter dermatologischer Tests können wir das Risiko eines allergischen Kontaktekzems minimieren, das das am häufigsten auftretende Symptom der sensibilisierenden Eigenschaften von Kosmetika ist.
Alle Informationen zu den im MG-Evolution-Labor durchgeführten Tests erhalten Sie, wenn Sie sich an unsere Spezialisten wenden:
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